A Midanand im Hirgst

Heitere Runde beim Musikantentreffen in Schaufling

 

Unter dem Motto „A Midanand im Hirgst“ veranstaltet die Gemeinde Schaufling mittlerweile seit 5 Jahren regelmäßig mit der sich einstellenden dunklen Jahreszeit ein geselliges Zusammensein. Ins Leben gerufen von Bürgermeister Robert Bauer lud dieser auch heuer wieder Bürgerschaft und Gäste aus Nah und Fern zur beliebten Veranstaltungsreihe ins Gasthaus List in Schaufling ein. Kurzweilige Stunden und zünftige Unterhaltung waren garantiert, denn der Gemeindechef organisierte für dieses Jahr ein Musikantentreffen. Zahlreiche enge Freunde und langjährige musikalische Wegbegleiter des ebenfalls musikalisch aktiven Bürgermeisters fanden sich ein um gemeinsam mit den Gästen zu singen und zu musizieren. Die Liste der verschiedenen Musikanten und Gruppierungen war bunt gemischt und ließ keine Wünsche offen. So ging es von Sankt Englmar bis ins Rottal über das Donautal durch Rohrstetten im Lallinger Winkel wieder hinein in den Bayerischen Wald nach Bischofsmais, um ganz kurz auf die Herkunft der einzelnen Musikanten einzugehen. Der Saal des Gasthauses war sehr gut gefüllt und nach einer kurzen Begrüßung sowie einleitenden Worten des zweiten Bürgermeisters Richard Anzenberger gehörte der Abend ganz der Musik. Ganz im Stile bekannter Musikantentreffen aus dem Fernsehen führte Gemeindeoberhaupt Robert Bauer gekonnt moderierend und teilweise auch singend durch das bunt gemischte Programm. Fast schon „Einheimisch“ und regelmäßige Besucher im Gasthaus List seit Jahrzehnten, stellte Bauer fest, sind die Mitglieder der Rohrstettener Dorfmusi, welche er gleich zu Beginn begrüßte. In verschiedensten Kombinationen haben diese hier schon Bälle und diverse andere Veranstaltungen immer wieder musikalisch mit begleitet. So war es kein Wunder, dass die Frage nach den genauen musikalischen Stunden oder der über die vielen Jahre dabei geflossenen Menge an Litern Bier nicht geklärt werden konnte. Aber musikalisch wurden durch die Vollblutmusiker aus dem Lallinger Winkel gleich zu Beginn die ersten Qualitätsakzente gesetzt und die heitere Runde nahm ihren Lauf.

 

 

Spielerisch moderierte sich Bauer durch die einzelnen musikalischen Darbietungen und konnte dabei viele interessante Informationen zu den Menschen und Geschichten hinter den Musikantinnen und Musikanten für die Besucher erfragen. Natürlich nicht ohne den einen oder anderen humoristischen Seitenhieb. Neben den Donautaler Sängern, die mit lustigen Geschichten und wunderschönen gesanglichen Weisen beeindrucken konnten, waren auch die frisch gebackenen Baderhaus-Kulturpreis-Träger Ingrid und Hermann Hupf aus Bischofsmais gerne wieder zu Gast in Schaufling.

 

 

Ebenfalls seit vielen Jahren mit dem Schauflinger Bürgermeister befreundet musizierten sie sich so durch den Abend, dass man es sichtlich spüren konnte welche Leidenschaft dahinter steckt. Interessant wurde es als eine Kombo aus dem Rottal angekündigt wurde. Die „270-Grad-Muse“, so der Name der drei Musikantinnen, hatte durch einen Bekannten vom Treffen erfahren und sich kurzfristig beim Gemeindeoberhaupt noch gemeldet, welcher sie spontan gerne noch mit dazu einlud. Schnell stellte sich heraus, das „s`Liesal“, „d`Schosin“, und „s`Hannal“ mit Hackbrett, Ziach und Harfe sowie spitzer Zunge ausgesprochen treffend in die Mitte der Teilnehmer passten. So konnten sie bereits mit dem ersten Ton alle anwesenden Gäste mitreißen, was bis zuletzt so bleiben sollte.

 

 

Vor allem als dann Andreas Aichinger, langjähriger sehr guter Freund von Bürgermeister Bauer sowie Hochzeitslader und Gstanzlsänger aus Sankt Englmar, zum Mikro griff sollte die „270-Grad-Muse“ nochmal eine zum Teil sehr tragende Rolle spielen. So hatte es sich der ausgesprochene Humorist Aichinger während dem singen seiner Gstanzl in den Kopf gesetzt, für den noch ledigen Bürgermeister aus Schaufling auf Brautschau zu gehen. Schließlich wäre eine Bürgermeister-Hochzeit für ihn nicht das schlechteste Geschäft. Seine Wahl fiel auf Johanna, s`Hannal der „270-Grad-Muse“, sehr zum Spaß aller Gäste. Gemeinsam mit dem Vollblutmusikanten Elmar Pfender aus Sankt Englmar am Akkordeon und der Rohrstettener Dorfmusi gstanzelte sich Ausnahmetalent Aichinger so äußerst heiter durch die Gäste. Ganz zum Schluss seiner gesanglichen Darbietungen war es dann auch kaum verwunderlich, dass er das von ihm „verbandelte“ Paar Johanna und Robert mit Tanz und Busserl bei sich auf der Bühne hatte, was dem Publikum großen Applaus entlockte.

 

 

Mit dem Lied vom Straubinger Einsperrhaus, welches Bauer und Aichinger im Anschluss noch gemeinsam sangen, konnte der moderierende Bürgermeister jedoch geschickt seinerseits einen „Seitenhieb“ anbringen in dem er die Vorzüge des nicht-gebunden-seins dem verheirateten Aichinger dabei dezent unter die Nase rieb. Gegenseitiges „Aufzwicken“ mit besonderem Niveau, stellte ein Besucher belustigt fest. Zum offiziellen Abschluss des wunderschönen Abends, der das Flair eines musikalischen Familientreffens versprühte, wurde mit zwei ruhigen Liedern noch etwas nachdenklich gestimmt. Diese sang der Gemeindechef zusammen mit Angelika Stündler aus Bischofsmais. Unterstützt wurden sie dabei von Veronika Kammerer aus Walmering am Piano. Ganz spontan reihten sich dazu auch noch „s`Hannerl“ mit der Harfe und Marco Lerchenberger von der Rohrstettener Dorfmusi mit dem Akkordeon ein. Die wunderschöne gesangliche Einlage der Beiden mit „Warte niamois bis du Zeit host“ und „Weit weit weg“ rundete den gelungen Abend gekonnt mit Klasse ab und wurde dementsprechend mit Applaus quittiert. Das musikalische Gipfeltreffen der Sonderklasse endete anschließend mit Worten des Dankes von Robert Bauer an alle Mitwirkenden und Besucher.

 

 

Abschließend lud er noch ein zum „Finale Infernale Kurioso“, bei welchem alle anwesenden Musikantinnen und Musikanten gemeinsam, abwechselnd in verschiedensten Kombinationen usw. aufspielten und damit den musikalischen Abend, zur Freude der anwesenden Gäste, noch um einige Zeit verlängerten. Zum Ende der Veranstaltung hatten die Gäste die Möglichkeit bei Gefallen eine kleine Spende zu geben. Der Erlös kommt dem Sozialfond der Gemeinde zu Gute mit welchem u. a. die gemeindliche Jugendarbeit unterstützt wird.