WASSERVERSORGUNG SCHAUFLING: VERBESSERUNGSBEITRAG FÜR VERBUNDLEITUNG UND HOCHBEHÄLTER

Nach der akuten Wasserversorgungsproblematik im Jahr 2018 im Gemeindebereich Schaufling (Rückgang bis auf ein Minimum der auch uns versorgenden Quellen der Stadt Deggendorf am Dreitannenriegel) stellte sich unweigerlich heraus, dass die zur Verfügung stehenden Versorgungsmengen zur Gewährleistung einer funktionierenden Trinkwasserversorgung durch die vorhandenen Quellen auch zukünftig nicht mehr ausreichen werden. Zuspeisungen über Notversorgung (wie bereits letztes Jahr wieder), welche das dann geteilte Netz in Funktion und Qualität erheblich beeinträchtigen – ja sogar beschädigen können –, kostenintensive Tankwageneinsätze mit dementsprechenden Personaleinsatz im weiteren Ernstfall usw. würden so immer wieder auf die Gemeinde zukommen. Nach diesbezüglich weiterer schriftlicher Ankündigung des bisherigen Wasserlieferanten, der Stadtwerke Deggendorf GmbH, die störungsfreie Aufrechterhaltung der Wasserlieferung, vor allem in Trockenzeiten nicht zusichern zu können und die Mengen bei Bedarf jeweils entsprechend der Quellleistungen für den eigenen Netzbedarf zu drosseln hat die Gemeinde mit Waldwasser (Wasserversorgung Bayer. Wald) intensive Gespräche geführt mit dem Ziel, eine langfristig stabile Wasserversorgung des Gemeindegebietes zu schaffen. Dieses Ziel wird mit der Verlegung einer neuen Verbundleitung vom Hochbehälter Thannberg (WBW) zum Hochbehälter Obernberg (Gemeinde Schaufling) sowie der anschließenden Errichtung eines ausreichend dimensionierten neuen Hochbehälters im Gemeindebereich erreicht. Unsere aktuelle Hochbehälteranlage aus den 80er Jahren ist mit einem Fassungsvermögen von 300 Kubikmetern bei einem Tagesverbrauch von über 200 Kubikmeter mittlerweile ebenfalls erheblich unterdimensioniert. Gerade bei den vorschriftsmäßigen Reinigungsarbeiten oder den immer öfter auftretenden Wasserspitzen stellt uns eine sichere Versorgung auf Grund der dort fehlenden Reserven immer wieder vor große Probleme. Darüber hinaus gilt es zusätzlich auch jeweils genügend Wasserreserven, den Vorschriften entsprechend, zur Sicherstellung des Brandschutzes vorhalten zu können. Unter den bisher gegebenen Größenordnungen ebenfalls nicht sicherzustellen. Aktuell ist die Verbundleitung zum Netz der WBW bereits verlegt und mit dem alten Hochbehälter verbunden. Der neue Hochbehälter wird dieses Jahr gebaut. Anschließend erfolgt ein Umschluss vom alten auf den neuen Hochbehälter. Neben einer zu erwartenden staatlichen Festbetragsförderung für den Hochbehälterbau sowie einem 50-prozentigen Fördersatz für den Leitungsbau beteiligt sich auch die WBW nicht unerheblich an der Gesamtmaßnahme. Dies ist möglich, da die Gemeinde Schaufling auch Versorgungsleistungen in den Gebieten des Marktes Hengersberg sowie der Gemeinde Auerbach leistet. Auch diese Gemeinden haben darüber hinaus dementsprechend anteilsmäßig die Gesamtmaßnahmen mitzufinanzieren. Auch die Vollversorgung der Asklepios-Klinik wird in diesem Zuge realisiert, ebenfalls mit der dementsprechenden Kostenbeteiligung. So konnte in gemeinsamen Verhandlungen eine finanziell sehr gute und auch tragbare Umsetzbarkeit der Maßnahme für die Gemeinde Schaufling mit Bürgerschaft erreicht werden. Die nicht durch Kostenanteile Dritter und die staatliche Förderung gedeckten Kosten müssen laut Kommunalabgabenrecht und Vorschrift über einen Verbesserungsbeitrag bzw. über eine Erhöhung der Wassergebühr auf die Anschlussnehmer umgelegt werden. Der Gemeinderat hat sich für die Umlegung über einen einmaligen Verbesserungsbeitrag entschieden. Wichtig war es uns dabei, die Belastung für die Bürgerschaft nicht permanent zu erhöhen (Gebühr), aber auch die Erhebung des Verbesserungsbeitrages so umzusetzen, dass die leider unumgängliche Belastung möglichst verträglich einhergeht. Um die Kostenbelastung moderat gestalten zu können, ist daher eine Aufteilung der anfallenden Gesamtkosten per Anschluss in den Jahren 2021/2022 das Ziel. So wird in diesem Jahr auf die voraussichtlichen Kosten eine Vorauszahlung in Höhe von 850,- Euro je Hausanschluss als Fixbetrag erhoben. Der restliche Beitrag wird dann je nach Fertigstellung und Abrechnung der Maßnahmen im Laufe des Jahres 2022 erhoben. Für detaillierte Rückfragen vorab können Sie sich gerne an die Verwaltung oder den Bürgermeister wenden. Persönliche Anschreiben an alle Anschlussnehmer werden darüber hinaus im Vorfeld der Bescheidausgabe nochmals herausgegeben.

Robert Bauer, Bgm.