Waldvereinsmitglieder und Schauflinger Bürger sanieren Kapelle Hausstein

Die fleißigen Helfer freuen sich über das gelungene Werk

Im Jahre 1937 wurde nördlich der heutigen Zufahrt zur Asklepiosklinik eine Kapelle gebaut, die 1989 zur Hubertuskapelle geweiht wurde. In den letzten Jahrzehnten hat der Zustand der Kapelle arg gelitten. 2017 wurde von mehreren Schauflinger Gemeindebürgern eine Sanierung der Kapelle angeregt, um sie vor dem Verfall zu bewahren. Bürgermeister Robert Bauer startete einen öffentlichen Aufruf und nahm mit der Waldvereinssektion Lallinger Winkel Kontakt auf. Zu deren Sektionsgebiet gehört auch die Gemeinde Schaufling. Sektionschef Josef Oswald vermittelte für das Projekt handwerkliche Unterstützung durch Sektionsmitglieder. Die Leitung der umfangreichen, im Laufe des letzten Jahres begonnenen Renovierungsarbeiten übernahm Waldvereinsmitglied Helmut Stadler. Insgesamt beteiligten sich etwa 15 Personen vom Waldverein und aus der Gemeinde an den Arbeiten, unter ihnen auch die aus Ginn stammenden Brüder Otto, Rudolf und Manfred Röhrl. Deren Großvater arbeitete als Bediensteter des früheren Lungensanatoriums damals beim Kapellenbau mit. Die fleißigen Helfer unterzogen die Kapelle einer Generalsanierung. Restauriert wurden auch die neben der Kapelle stehende Totenbrettergruppe und ein Holzkreuz. Die aufwendige Restaurierung des Totenbretterensembles übernahm Elsa Röhrl, die der sakralen Gegenstände Alexandra Weber – beide ebenfalls unentgeltlich. Es wurden bereits etwa 400 Arbeitsstunden unentgeltlich geleistet. Noch sind die Arbeiten nicht ganz abgeschlossen. Es ist auch noch etwas Zeit. Die restaurierte Kapelle wird am Sonntag, 1. September um 17:00 Uhr eingeweiht. Zu der Feier ist die Bevölkerung eingeladen. Die Waldvereinssektion bietet für diesen Tag eine Wanderung von Lalling über Ginn und Böhaming zur Kapelle an. Los geht es um 14 Uhr am Dorfplatz Lalling.

Für die bisher entstandenen Kosten zeichnet sich vorab eine Interessengemeinschaft verantwortlich. Sie hofft aber auf finanzielle Unterstützung aus Bevölkerung. Ansprechpartner ist der Bürgermeister. Der bedankte sich bei einer Hebefeier für bereits geleistete Sachspenden, bei den zahlreichen Helfern, bei Helmut Stadler für die umsichtige Leitung sowie für die gute Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg. Waldvereinssektionschef Josef Oswald stellte in einem Grußwort fest, dieses Projekt werde in die Geschichte der Sektion eingehen. Die Mitwirkenden ließen sich bei der Hebefeier Speis und Trank schmecken. Die Rohrstetter Dorfmusi ließ es sich nicht nehmen, die Feier musikalisch zu umrahmen – natürlich ohne Gage.

Foto: Schöffmann

Text: Schröck