Sitzung des Grundschulverbands Lalling

Der Schulverband will den Brandschutz im Schulhaus auf den neuesten Stand bringen. In der jüngsten Sitzung der Schulverbandsversammlung befassten sich die Verbandsräte ausführlich mit den angebrachten Maßnahmen für die Ertüchtigung des baulichen Brandschutzes. Die Planer Stefan Meier und Markus Urban informierten über die Schritte und stellten die Planung vor. Grundlage für das Projekt war die letztjährige, erfolgreiche Bewerbung am staatlichen Kommunalinvestitionsprogramm Schule (KIP-S), zunächst mit dem Schwerpunkt energetische Sanierung. Daraufhin wurde eine Begehung des Schulhauses durchgeführt. Die Fachleute stellten dabei fest, dass etliche Einzelmaßnahmen zur Ertüchtigung des baulichen Brandschutzes für eine Optimierung nötig sind. Eine wesentliche Verbesserung der Rettungswegsituation wäre beispielsweise die Schaffung eines von der Pausenhalle unabhängigen Fluchtweges. Dies soll über Bypass-Türen zwischen den Klassenräumen und über zusätzliche neue Außentreppen erfolgen. Angebracht wäre auch die Einrichtung einer Brandmeldeanlage sowie weiterer Kompensationsmaßnahmen. Die Sicherheit der Kinder und des Lehrpersonals gehe vor, stellten die Verbandsräte fest, auch wenn dies für den Schulverband mit erheblichen Kosten verbunden ist. Baukosten und Planungsleistungen belaufen sich nach der vorläufigen Kostenschätzung auf etwa 400.000 Euro. Aus dem KIP-S Programm kann der Schulverband mit einer staatlichen Förderung von 266.000 Euro rechnen. Da trotz der guten Bezuschussung für den Schulverband noch ein Eigenanteil von etwa 134.000 Euro verbleibt, wird auf Vorschlag der Verwaltung eine weitere Zuwendung nach dem Finanzausgleichsgesetz beantragt. Die Regierung von Niederbayern hat bereits grundsätzliche Förderfähigkeit signalisiert. Der Schulverband erhofft sich dadurch eine Verringerung der Eigenleistung. Die notwendigen Mittel für die Ertüchtigung des Brandschutzes werden in den Haushalt 2019 eingestellt.

Verabschiedet hat die Schulverbandsversammlung den Haushalt für 2019. Der Etat sieht Einnahmen und Ausgaben von 480 100 Euro im Verwaltungshaushalt und 490 000 Euro im Vermögenshaushalt vor. Wegen der großen Investitionen liegt der Ansatz im Vermögenshaushalt seit vielen Jahren heuer wieder über dem Verwaltungshaushaltsansatz. Hauptausgaben im Verwaltungshaushalt sind 92 500 Euro Personalkosten, 62 000 Euro für Unterhalt und Bewirtschaftung von Schulhaus und Schulsportanlage sowie 250 000 Euro für Schülerbeförderung. Der Schulverband rechnet mit Zuschüssen von 167 000 Euro für die Schülerbeförderung. Die durch eine Verwaltungsumlage abzudeckenden Kosten belaufen sich auf 302 600 Euro, um 31 000 Euro weniger als im Vorjahr. Zurückzuführen ist die Senkung auch auf eine höhere Schülerzahl. Bei 178 Schülern ergibt sich eine Verwaltungsumlage von 1 700 Euro je Schüler.

Im Vermögenshaushalt sind 490.000 Euro für Baumaßnahmen wie Ertüchtigung des baulichen Brandschutzes, die Ausstattung eines digitalen Klassenzimmers sowie Planungskosten für eine Vorstudie Generalsanierung eingeplant. Der Schulverband rechnet für die Investitionen heuer mit einem Staatszuschuss von 250 000 Euro. Der gute Rechnungsabschluss 2018 ermöglicht eine Rücklagenentnahme von 95 500 Euro. Wegen des derzeit noch sehr niedrigen Zinsniveaus wird ein Teil der Kosten über eine Kreditaufnahme von 100 000 Euro finanziert. Von den Verbandsgemeinden wird eine Investitionsumlage von 250 Euro, insgesamt 44. 00 Euro erhoben.

An Umlagen zu leisten sind von der Gemeinde Grattersdorf für 33 Schüler 64.350 Euro, von der Gemeinde Hunding für 49 Schüler 95.550 Euro, von der Gemeinde Lalling für 44 Schüler 85.800 Euro und von der Gemeinde Schaufling für 52 Schüler 101.400,00 Euro.

Die örtliche Prüfung der Jahresrechnung 2017 ergab keine Beanstandungen. Die Feststellung war deshalb eine Formalie. Informiert wurde die Schulverbandsversammlung über den Rechnungsabschluss 2018, der mit Einnahmen und Ausgaben von 514.715 Euro im Verwaltungshalt und 83.135 Euro im Vermögenshaushalt schließt. Der nicht eingeplante Überschuss von 71.326 Euro wird zur Finanzierung des Etats 2019 verwendet. Die örtliche Prüfung nehmen die Bürgermeister Ferdinand Brandl, Alfons Gramalla und Josef Streicher vor.

Der Schulverband beteiligt sich an der Bündelausschreibung für die kommunale Strombeschaffung von 2021 bis 2023 zusammen mit den VG-Gemeinden.

Der Gemeindebücherei Lalling wurde wieder ein Zuschuss von 250 Euro bewilligt. Die Gemeindebüchereien Grattersdorf , Hunding und Schaufling erhalten jeweils 100 Euro.

Schulverbandsvorsitzender Robert Bauer teilte mit, dass eine Reinigungskraft altersbedingt im Laufe des Jahres ausscheidet. Im Frühjahr wird die Stelle ausgeschrieben. Er dankte Franziska Stangl und Maria Gruber, die während des krankheitsbedingten Fehlens des Hausmeisters außertourlich angefallene Arbeiten an der Schule übernommen haben.

Der Vorsitzende würdigte die hervorragende pädagogische Arbeit der Schule. Er dankte der Schulleitung um den neuen Chef Helmut Habereder und dem Lehrerkollegium für ihren Einsatz. Bauer stellte erfreut fest, dass man auf die Entwicklung des Grundschulstandortes stolz sein könne.

Der neue Schulleiter informierte die Verbandsräte über laufende Projekte und Kooperationen im vorschulischen Bereich und mit weiterführenden Schulen. Die sollen nach Möglichkeit weitergeführt werden. Neben dem durch das Kultusministerium zuerkannten Schulprofil der Inklusion erhielt die Gemeinde im vergangenen Jahr die Zuerkennung des „MODUS-Status“. Der Status berechtigt die Schule, Weiterentwicklungsmaßnahmen zu erproben, insbesondere in den Arbeitsfeldern Unterrichtsentwicklung, Personalentwicklung und Personalführung. Den Schulen ist es dabei gestattet, von den Schulordnungen abzuweichen, soweit sichergestellt ist, dass die Lehrplanziele erreicht werden und den Schülerinnen und Schülern keine Nachteile entstehen.

Durch die Teilnahme am Projekt „Leistung macht Schule“ (LemaS) sollen zudem in den musischen Fächern und im MINT-Bereich die individuellen Lernbedürfnisse der Schüler berücksichtigt werden. In den nächsten Jahren soll in Zusammenarbeit mit Hochschulen Instrumentarien entwickelt werden, die eine verstärkte Förderung in diesen Bereichen in der Unterrichtspraxis erlauben. Mit der Teilnahme am Projekt „LemaS“ und der Zuerkennung des „MODUS-Status“ hat die Grundschule im näheren Umkreis Alleinstellungsmerkmal.