Neuregelung der Wasserversorgung für Asklepios-Klinik; Abschluss einer Sondervereinbarung mit der Gemeinde

Die Gemeinde hat mit dem zwischenzeitlich abgeschlossenen Bau der Wasserleitung (Zubringerleitung) vom Hochbehälter Thannberg von Waldwasser zum Hochbehälter Obernberg den Grundstein für die langfristige Sicherstellung der Wasserversorgung gelegt. Noch in diesem Monat wird nun mit dem Neubau eines neuen und damit dann auch für die Trink- und Brauchwasser sowie Löschwasserversorgung ausreichend dimensionierten Hochbehälters in Obernberg begonnen. 

Von der gemeindlichen Maßnahme profitiert u. a. auch die Asklepios-Klinik Schaufling am Hausstein. Seit 2010 besteht zwischen Klinik und Gemeinde ein Wasserlieferungsvertrag, in dem sich die Gemeinde verpflichtet, dem Klinikum jährlich 7500 Kubikmeter Wasser zu liefern um damit deren Notversorgung zu sichern. Die Klinik als grundsätzlicher „Eigenversorger“ hatte in der Vergangenheit ebenfalls immer wieder Probleme mit den eigenen Quellen. Darüber hinaus ist eine umfangreiche Sanierung der dortigen Anlagen mittlerweile unumgänglich. Zur Sicherstellung der Klinik-Versorgung im Vollumfang war daher eine Abwägung seitens der dort Verantwortlichen bezüglich einer Neuregelung notwendig. Die Klinikleitung ist deshalb, mit Beginn der Planungen seitens der Gemeinde, mit dem Wunsch an diese herangetreten, künftig von Not- auf eine Vollversorgung umzustellen. Der Gemeinderat hat dem Wunsch stattgegeben. Die Klinik wird nach Abschluss der baulichen Maßnahmen fest in das Versorgungsgebiet der öffentlichen Wasserversorgung aufgenommen und erhält künftig die vollständige Versorgung mit Trink- und Brauchwasser. Um den Anforderungen gerecht zu werden, ist von Nadling nach Hausstein eine zweite Leitung notwendig. Da traf es sich gut, dass vor bereits zehn Jahren die damalige Klinikleitung mit der Notversorgungs-Wasserleitung von Nadling nach Hausstein vorsorglich eine zweite, bisher nicht genutzte Leitung mit verlegen ließ. Die kann nun nach Nachrüstung und Desinfizierung genutzt werden. Für die Neuregelung muss die Klinik der Gemeinde einen Kostenanteil von etwa 25 Prozent der durch Zuschüsse nicht abgedeckten Gesamtbaukosten der Großmaßnahme übernehmen. Diese Beteiligung errechnet sich aus den aktuell dort gegebenen Verbrauchsmengen im Verhältnis zum Gesamtwasserverbrauch der Gemeinde sowie der ebenfalls beteiligten Nachbargemeinden Auerbach und Hengersberg. Weiterhin beteiligt sich auch Waldwasser nicht unerheblich an den Gesamtkosten. Was sich wiederum alles positiv auf die umzulegenden Verbesserungsbeiträge für die Bürgerschaft auswirkt. Die Umstellung auf Vollversorgung durch die Gemeinde bedeutet für das Klinikum vor allem auch eine Wertverbesserung und ist u. a. auch wichtig für etwaige zukünftige Erweiterungsmöglichkeiten am Klinikgelände.

Mit der Umstellung auf Vollversorgung und die Inbetriebnahme der zweiten Leitung ist es für die Asklepios-Klinik aber noch nicht getan. Um dafür den Anschluss an das bestehende Netz zu schaffen, musste sie auf eigenem Grund darüber hinaus noch eine Privatleitung von etwa 130 Meter Länge in Eigenleistung erstellen lassen. 

Durch die getane Umstellung ist u. a. auch die Wasserversorgung über das Waldwassernetz für Ensmannsberg geregelt. 

Für die rechtlichen Regelungen des neuen Lieferverhältnisses ist im Zusammenhang mit der Gesamtmaßnahme eine neue und umfangreiche Sondervereinbarung zwischen Klinik und Gemeinde notwendig geworden. Die diesbezüglichen Gespräche zwischen Gemeinde und Klinikum zogen sich längere Zeit hin. Diverse Rahmenbedingungen galt es dabei auf einen gemeinsamen und für die Gemeinde auch rechtssicheren Nenner zu bringen um die Gleichbehandlung aller Anschlussnehmer sicherstellen zu können. „Mit dem neuen Geschäftsführer Marcus Harig konnten die Verhandlungen erfolgreich und harmonisch abgeschlossen werden“, so Bürgermeister Bauer. Beide Vertragsparteien sind sich einig, dass die Vereinbarung für beide Seiten eine wichtige und gerechte Grundlage der nunmehr erweiterten Zusammenarbeit darstellt. Bürgermeister Robert Bauer dankte dem Kommunalreferat des Landratsamtes für die rechtliche Unterstützung der Verhandlungen sowie allen am positiven Verlauf der vielen Gespräche Beteiligten. Der Gemeinderat hat zwischenzeitlich dem Abschluss der Sondervereinbarung zugestimmt. vgl

Robert Bauer (v.r.) und Marcus Harig setzten mit ihren Unterschriften die Sondervereinbarung in Kraft.

Text: Andreas Schröck, Foto: Gemeinde