Gemeinderatsitzung Schaufling

Wegen der langanhaltenden Trockenheit im letzten Jahr ist die Gemeinde mit der Wasserversorgung wegen der geringeren Quellschüttung im Bereich der Stadtwerke Deggendorf in große Schwierigkeiten geraten. Zur Aufrechterhaltung der Versorgung musste zwischen Stritzling und Ensbach sogar eine Notleitung gelegt werden. Um künftig Probleme zu vermeiden, will die Gemeinde durch den Bau einer neuen Leitung Vorsorge treffen. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates stellte der von der Gemeinde beauftragte Planer Hans Beer eine Vorstudie für den Bau einer etwa fünf Kilometer langen Verbundleitung vom Hochbehälter Obernberg über Deggendorf bis zum Hochbehälter Thannberg der Wasserversorgung Bayerischer Wald (WBW) vor. Notwendig wären bei dieser Lösung eine zusätzliche Pumpstation sowie der Bau eines neuen, etwa 1000 Kubikmeter fassenden Hochbehälters in Obernberg. Der bisherige Hochbehälter ist zu gering dimensioniert. Nach den aktuellen Zuwendungsrichtlinien wäre der Bau der Verbindungsleitung zuwendungsfähig, der Bau des Hochbehälters und der Pumpstation dagegen nicht. WBW-Werkleiter Hermann Gruber, der mit seinem Mitarbeiter Johann Bugl zur Sitzung gekommen war, stellte fest, die WBW wolle durch eine langfristige Versorgung mit Waldwasser die gemeindliche Wasserversorgung auf Dauer sicherstellen. Die WBW verfüge über ausreichende Wasserreserven. Ein Lieferengpass sei nicht zu befürchten. In der Diskussion wurde aus der Mitte des Gemeinderates als Alternativlösung eine zusätzliche Versorgung über das Netz der Gemeinde Lalling vorgebracht. Die Möglichkeit wurde nach Auskunft von Bürgermeister Robert Bauer bereits geprüft. Die Leitung zwischen Stritzling und Ensbach reicht für eine dauerhafte zusätzliche Versorgung nicht aus, da die Leitung von Stritzling nach Kapfing für eine zusätzliche Versorgung des Schauflinger Gebietes zu gering dimensioniert ist. Auch der Brandschutz seit bei dieser Variante nicht gewährleistet. Notwendig wäre die kostenträchtige Verlegung einer zusätzlichen Leitung. Dies wurde von Johann Bugl und dem VG-Techniker Rudolf Geiß bestätigt. Beim Zuwendungsverfahren wäre zudem nur die wirtschaftlichste Lösung förderfähig, nämlich der Vorschlag der Vorstudie. Dies wurde der Gemeinde bei Vorgesprächen mit dem Wasserwirtschaftsamt bestätigt. In der Entwurfsplanung müssen mögliche Alternativen ohnehin untersucht und bewertet werden. Auf Vorschlag des Gemeindechefs haben sich die Räte entschieden, das in der Vorstudie vorgeschlagene Projekt weiterzuverfolgen.

Informiert wurde der Gemeinderat vom Rechnungsabschluss 2018, der mit einem Überschuss von gut 250 000 Euro schließt. Der wird zur Finanzierung des Etats 2019 eingesetzt. Mit der örtlichen Prüfung der Jahresrechnung werden die Gemeinderäte Ferdinand Schuster, Georg Streicher und Benjamin Guntkowska beauftragt.

Zugestimmt wurde den Bauanträgen von Anton und Edeltraud Graf zum Bau eines Heulagers mit Kälberstall in Böhmaning und von Simon Weber zum Bau eines Einfamilienhauses mit Garage in Ensbach, dem Tekturplan von Hermann Leitl zur Errichtung eines Einfamilienhauses mit Doppelgarate in Schaufling und dem Antrag auf Vorbescheid von Viktorin Frank zum Abriss eines Nebengebäudes und Anbau einer Werkstatt und eines Holzlagerraumes in Freiberg.

Mit Freude nahm der Gemeinderat Kenntnis vom Jahresabschluss 2017 des Kindergartens. Der Überschuss von knapp 20 000 Euro liegt sogar noch gut 3 000 Euro über dem Haushaltsansatz. Das Ergebnis sei Ausdruck eines außerordentlich wirtschaftlichen Betriebes, wurde festgestellt. Dafür gebühre dem Ortscaritasverband und dem Kindergartenpersonal Anerkennung.

Gebilligt wurde dem Haushalt 2019 des Kindergartens, der ein Defizit von 14 850 Euro ausweist. Davon muss die Gemeinde gemäß Defizitvereinbarung 60 Prozent übernehmen.

Nach Auskunft des Bürgermeisters findet am 1. September die Segnung der sanierten Kapelle an der Straße zur Asklepios-Klinik statt. Dank gebühre Mitgliedern der Waldvereinssektion Lallinger Winkel und einer Gruppe ehrenamtlicher Helfer aus dem Gemeindebereich, die die Kapelle seit Herbst 2018 in einer ehrenamtlichen Gemeinschaftsaktion restaurieren.