Gemeinderatsitzung Dezember 2018 – Jahresrückblick

Beim Jahresabschlussessen im Veranstaltungsstadel „Establo“ der Familie Schreiber in Sicking blickte Bürgermeister Robert Bauer auf ein wiederum ereignisreiches Jahr zurück.
Eine Mammutaufgabe sei nach wie vor der Breitbandausbau, wenn es momentan auch etwas stockt. Die Ortschaft Ensmannsberg wurde über das Leitungsnetz der Asklepios Klinik an die gemeindliche Wasserversorgung angeschlossen. Für den späteren Breitbandausbau wurden Leerrohre mitverlegt. Ein großes Thema war das ISEK für Schaufling, für das mehrere Workshops durchgeführt wurden. Dafür gebühre den Mitwirkenden Dank. Derzeit laufe die Fachstellen- und Öffentlichkeitsbeteiligung. Die Projektplanung für den Bereich Schaufling-Dorfmitte wurde an ein Büro in Kirchdorf vergeben. Für die Mitwirkung bei der Projektplanung wurde eine Arbeitsgruppe aus der Mitte des Gemeinderates gebildet. Bis Mitte 2019 soll die Planung fertig sein. Danach geht es in die Ausschreibungsphase. Erste Maßnahmen sind 2020 zu erwarten. Der Vorplatz des Bauhofes wurde befestigt, angeschafft Salzsilos zur Optimierung des Winterdienstes. Große Probleme bereitete heuer die Wasserversorgung. Tankwägen mussten eingesetzt werden. Außerdem wird von Stritzling nach Ensbach eine zusätzliche Versorgungsleitung gebaut. Unabhängig von der Wasserknappheit wird zur Optimierung der Wasserversorgung eine Verbindung nach Deggendorf zu Waldwasser sowie eine Vergrößerung oder Neubau des Hochbehälters geplant. Der Gemeindechef dankte dem Gemeindearbeiter Andreas Köppl und dem VG-Techniker Rudolf Geiß, die ihm bei der Wasserproblematik stark unterstützt haben. Im Friedhof wurden Baumbestattungen ermöglicht. In die geänderte Friedhofssatzung wurde auch aufgenommen, dass keine Grabsteine aus Kinderarbeit aufgestellt werden dürfen und hierfür Nachweispflicht besteht. Vier neue Feldgeschworene konnten vereidigt werden. Bauer dankte ihnen für die Übernahme des Ehrenamtes.
In die Möglichkeit der Rufbusbestellung wurde auch Schaufling eingeschlossen. Der Rodelhang Rusel ist ein gemeinsames Angebot von Landkreis, Stadt Deggendorf, Arco-Bräu und Gemeinde. Als neue Schulweghelferin konnte Daniela Kuty-Janda gewonnen werden. Viel Zeit und Geld verursacht die Biberproblematik. Der örtliche Biberberater Franz Zacher jun. ist sehr engagiert. Die regelmäßigen Treffen der ILE-Gemeinden sind für die Gemeinden wertvoll. Einen wichtigen Austausch gab es zu verschiedenen Themen. Sehr aktiv ist der Tourismus- und Wandererstammtisch beim Ausbau des Wanderangebotes und der Organisation von geführten Wanderungen. Mit Unterstützung der Waldvereinssektion Lallinger Winkel wurde die Haussteinkapelle saniert. Die Grundschule Lalling erhielt einen neuen Leiter. Bei einer Festveranstaltung wurde 40 Jahre Verwaltungsgemeinschaft gefeiert.
Im Baugebiet „Gwendfeld“ sind alle Parzellen veräußert und zum Großteil bereits bebaut. Angesiedelt haben sich viele junge Familien. Die Einwohnerzahl ist gegenüber dem Vorjahr um 24 auf aktuell 1537 gestiegen. Gespräche für weitere Baugebiete werden seit längerem geführt. Bauer appellierte an die Grundstückseigentümer, durch Grundstücksverkäufe die Weiterentwicklung der Gemeinde zu unterstützen.
In seiner Vorschau nannte der Bürgermeister die Weiterführung des Breitbandausbaues, Optimierungsmaßnahmen bei der Wasserversorgung und im Bauhofbereich, weitere Planungen und Umsetzung des ISEK Schaufling-Dorfmitte, den weiteren Ausbau des Kultur- und Wanderangebots sowie des sanften Tourismus mit dem Ziel, die Marke „Schaufling-Das Tor zum Lallinger Winkel“ zu etablieren und eine Zusammenarbeit mit mehreren Gemeinden in einer „Kulturregion im Bayerwald“.
Zuvor hat der Gemeinderat in der letzten Sitzung des Jahres die Vergabe des Abschnittes 3 des Breitbandausbaus verschoben. Die Kostenschätzung für den Anschluss von sechs Anwesen lag bei 300 000 Euro, das Ausschreibungsergebnis beträgt gut 478 000 Euro. Nach Abzug der Förderung verbliebe für die Gemeinde ein Eigenanteil von knapp 96 000 Euro. Vor einer Entscheidung über Vergabe oder Aufhebung der Ausschreibung möchte der Gemeinderat geprüft haben, wie lange die Förderfrist noch läuft und wie man durch den Wegfall eines Hausanschlusses die Kosten senken könnte.
Der Bürgermeister gab bekannt, dass das Lebensmittelgeschäft im Listanwesen schließt. Ein Nachfolger wäre wichtig, um die Poststelle in Schaufling erhalten zu können. Seine Gespräche waren bisher nicht von Erfolg gekrönt.
Robert Bauer dankte dem Gemeinderat für die Zusammenarbeit und Unterstützung. Namens des Gemeinderates dankte 2. Bürgermeister Richard Anzenberger dem Gemeindechef für seinen Einsatz.

Text: Schröck