Forstverwaltung und Gemeinde Schaufling Hand in Hand – „Nadlinger Bergweg“ fertiggestellt

(v.l.) Forstamtmann Christian Pflanzl, Fa. Fischl, Herr Günter Fischl, VG Lalling, Rudolf Geiß, Bürgermeister Robert Bauer

Unter Leitung des Försters Christian Pflanzl vom Forstrevier Deggendorf wurde der Forstwirtschaftsweg „Nadlinger Bergweg“ umfassend saniert und bei einem gemeinsamen Abnahmebegang an die Gemeinde Schaufling als Bauträger übergeben. 

Die Gesamtbaukosten betrugen für den 3,1 Kilometer langen Weg rund 148000 Euro (netto) und entsprachen damit nahezu perfekt der Kostenkalkulation des forstlichen Bauleiters. 

Ebenso wurden zur Erschließung schwieriger Geländeverhältnisse 400 Laufmeter Rückewege im Zuge der Wegesanierung gebaut. Rückewege sind unerlässlich für eine boden- und bestandsschonende Bewirtschaftung der aufstockenden Waldbestände. Auf dem Weg gab es außerdem bereits 11 Querdurchlässe. 25 weitere kamen im Zuge der Sanierungsarbeiten dazu. 

An den Baukosten beteiligt sich der Freistaat Bayern mit einem Zuschuss von rund 82 Prozent. Von den restlichen Anliegerbeiträgen wiederum übernahm die Gemeinde laut Grundsatzbeschluss 25 Prozent. Gemeindliche Bezuschussung sowie die staatliche Förderung in Kombination machen damit den Wegebau für Forstwirtschaft gerade auch für die einzelnen Grundstücksanlieger zu einer kostengünstigen Angelegenheit. Der Freistaat gewährt für die bedarfsgerechte Erschließung der Wälder hohe Zuschüsse, weil Forstwege unabdingbar sind für eine naturschonende und nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder. Waldwege sind wie Türen in den Wald. Um den Wald nutzen oder genießen zu können, muss man hinein kommen – und dafür braucht es Wege. Diese Meinung vertritt auch die Gemeinde, daher will man den Forstwegebau auch weiterhin forcieren. Dies hängt aber immer ab von der Mitwirkung der Angrenzer sowie der verfügbaren Personalkapazität beim zuständigen Forstamt. In dieser Sache haben sich die Bürgermeister der VG Lalling vor kurzem mit einem Schreiben an das Ministerium gewandt.

Mit der Sanierung des Nadlinger Bergweges konnte auf Grund der ohnehin anwesenden Firma Fischl auch die Möglichkeit genutzt werden, den im Jahre 2007 erbauten Bierlüßweg kostengünstig wieder auf Vordermann zu bringen. Es wurden die Fahrbahn freigeschnitten, Gräben gesäubert und saniert sowie das Profil nachgezogen.

Robert Bauer, Bgm.

 

Regelmäßige Pflege der Forstwege

Bei den oben angesprochenen Instandsetzungsmaßnahmen des Bierlüßweges konnte festgestellt werden wie schnell neu erbaute oder sanierte Forstwege wieder zuwachsen. Gräben füllen sich, das Profil verwittert oder wird auch durch unsachgemäßen Holzabtransport beschädigt. Die Nutzung des Weges ist binnen weniger Jahre arg beeinträchtigt. Grundsätzlich obliegt es den Anliegern (Unterhaltspflicht der Anlieger, Bayerisches Straßen- und Wegegesetz), sich um die Belange der großzügig durch Freistaat und Gemeinde geförderten Wege zu kümmern. Sollte dies nicht funktionieren, wird die Gemeinde Schaufling in Zukunft diese geförderten Forstwege regelmäßig (maximal im 5-Jahresrythmus) pflegen lassen um einer langfristigen Beeinträchtigung vorzubeugen. Die dementsprechend anfallenden Kosten werden dann nach Kostenschlüssel jeweils auf die betreffenden Anlieger umgelegt, abzüglich des gemeindlichen Eigenanteils von 25 %. Dies soll zum Einen vor allem auch für die Eigenverantwortung sensibilisieren, zum anderen aber auch die langfristige vernünftige Nutzbarkeit der mit öffentlichen Mitteln erbauten Wege gewährleisten. Etwaige Maßnahmen dieser Art werden vorher natürlich schriftlich mitgeteilt. Ein hervorragender Vorschlag kam seitens Anlieger in dieser Sache bei der Instandsetzung des Bierlüßweges. Hier hat sich ein Dorf mit dem Jagdgeld die anteilsmäßige Wegeinstandsetzung gemeinsam finanziert. Ein  beispielhaftes Unterfangen.

Robert Bauer, Bgm.