Zum Eigenschutz und für die Bevölkerung von Bedeutung

Wenn die Freiwillige Feuerwehr Schaufling ausrückt, hat sie künftig auch einen Defibrillator mit an Bord. Das Gerät wurde kürzlich von der Fa. Junghanns ausgeliefert und von Bürgermeister Robert Bauer an die Führung der Schauflinger Feuerwehr übergeben.

Robert Bauer begrüßte die kleine Runde, in der die Übergabe am Schauflinger Gerätehaus anberaumt wurde: Als Vertreter der Feuerwehr waren die Kommandanten Alexander Grafenauer und Michael Kargl sowie Vorsitzender Stefan Zacher anwesend, sowie als Vertreter der Sponsoren Max Besl für die Asklepios-Klinik und Peter Junghanns, der den DEFI lieferte. Die Vertreter der weiteren Sponsoren Raiffeisenbank Deggendorf-Plattling-Sonnenwald und Fa. Eckart GmbH konnten an der Übergabe leider nicht teilnehmen, ließen aber beste Grüße ausrichten.

Der Bürgermeister berichtete von der Absicht der Gemeinde, das Netz der DEFI-Versorgung im Gemeindebereich von Schaufling nach und nach verdichten zu wollen um bei Notfällen kurze Wege für möglichst alle Bürgerinnen und Bürger möglich zu machen. Ein Antrag für die Förderung eines solchen Gerätes beim Landkreis Deggendorf war erfolgreich, für zwei weitere Geräte – darunter unter anderem auch der für die FFW – konnten Sponsoren, überwiegend unter den heimischen Betrieben, gefunden werden: So gibt es künftig neben dem im HLF verlasteten Gerät der Feuerwehr Schaufling auch Standorte bei der Sportanlage in Wotzmannsdorf und beim Funktionshaus auf der Rusel. Einen großen Dank sprach Robert Bauer allen Sponsoren aus, die die wertvolle Anschaffung ermöglicht hatten. Am heutigen Tage im Besonderen den Unterstützern des Gerätes für die Feuerwehr. Die künftigen Wartungskosten für alle angeschafften DEFI`s werden von der Gemeinde übernommen.

Nach der Übergabe des „AED“ (Automatischer externer Defibrillator) seitens des Bürgermeisters bedankte sich Kommandant Alexander Grafenauer sowohl beim Bürgermeister für die Initiative, als auch bei den Sponsoren. Der DEFI werde künftig nicht nur zum Eigenschutz bei den Einsätzen mitgeführt, der Kommandant stellte auch in Aussicht, dass man sich nach den entsprechenden Schulungen auch an der Landkreisaktion der Feuerwehren „Kampf dem Herztod“ beteiligen werde: Hierbei werden die Feuerwehren bei Reanimationslagen mit dem DEFI alarmiert, wenn die Feuerwehr voraussichtlich schneller am Einsatzort ist, als der Rettungsdienst und infolgedessen früher mit der Behandlung begonnen werden kann.

Peter Junghanns sprach der Feuerwehr hierfür ein Kompliment aus, zum Eigenschutz und zur besseren Absicherung der Bevölkerung den DEFI in Einsatz zu bringen. Er erinnerte daran, dass ein DEFI zwar kein „Wundergerät“ sei, jedoch die einzige Möglichkeit bei Herzkammerflimmern einen Patienten ins Leben zurück zu holen. Gerade hier spiele der Zeitfaktor eine enorme Rolle. Man brauche keine Angst zu haben, beim Einsatz des Gerätes einen Fehler zu machen, weil der DEFI die Entscheidungen selber trifft, welche Aktionen am Patienten sinnvoll seien. Bürgermeister Bauer schloss sich den Worten von Peter Junghanns an und lobte abschließend ausdrücklich nochmals das großartige erweiterte Engagement der gemeindlichen Feuerwehrleute zum Schutze der Bevölkerung.

Alle Beteiligten wünschten sich möglichst wenige Einsätze mit dem neuen Gerät, jedoch sei allein die Möglichkeit Menschenleben zu retten, jeden Aufwand wert. Man sei sich aber auch bewusst, dass die Einsätze auch tragisch enden können, was zu psychischer Belastung der Einsatzkräfte führen kann. Trotzdem erklärte sich die Schauflinger Feuerwehr dankenswerterweise bereit, dies auf sich zu nehmen. 

Bei der Übergabe eines neuen Defibrillators an die Freiwillige Feuerwehr Schaufling: Vorsitzender Stefan Zacher (v. r.), stv. Kommandant Michael Kargl, Kommandant Alexander Grafenauer, Bürgermeister Robert Bauer und Peter Junghanns, der das Gerät lieferte.

Text und Foto: Bernhard Süß

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