Büchereisiegel in Gold für Gemeindebücherei

Entwicklungen und Veränderungen in der Mediennutzung gehen auch an kleineren Büchereien nicht vorbei. Die müssen sich heute den medialen und gesellschaftlichen Herausforderungen stellen. Standen früher die Ausleihezahlen im Vordergrund, greifen seit heuer 15 Mindestanforderungen des Michaelsbundes, um weiterhin Zuschüsse zu erhalten. Der Michaelsbund hat dafür Standards erarbeitet, die Ausstattung, Öffnungszeiten, Raum- und Medienangebot bis hin zu statistischen Leistungsdaten umfassen. Die Gemeindebücherei hat sich der Herausforderung gestellt und 14 von 15 Mindestanforderungen erfüllt. Sie erhielt dafür kürzlich dass vorerst zwei Jahre geltende Büchereisiegel in Gold. Gemeinde und Pfarrei als Träger sind stolz auf das Team der Bücherei für das großartige Engagement. Pfarrer Philipp Höppler und Bürgermeister Robert Bauer ließen es sich nicht nehmen, persönlich zu gratulierten.

Maria Grafenauer (v. l. ) mit dem Büchereisiegel sowie Robert Bauer, Marianne Geiger, Burga Kargl und Philipp Höppler.

 

Die 16 ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter leisten viel für die Bücherei, wie dem Jahresbericht 2017 entnommen werden kann. Zu verwalten sind gut 5 000 Medien. Im letzten Jahr gab es knapp 7 300 Ausleihen. Gut 350 Leser sind angemeldet, von denen etwa 170 das Angebot aktiv nutzen. 2 400 Personen haben 2017 die Bücherei besucht, 500 mehr als ein Jahr zuvor. Seit zwei Jahren gibt es auch eine Teenie-Büchereigruppe, die bereits erste Aufgaben übernimmt.

Die Auszeichnung mit dem goldenen Büchereisiegel ist für die Büchereimitarbeiterinnen ein großer Ansporn. Die Bücherleiterin Burga Kargl und Maria Grafenauer dankten Pfarrer und Gemeindechef für die finanzielle Unterstützung mit selbstgetöpferten Geldmäusen und einem Büchereiwein. Verabschiedet wurden bei dem Treffen Marianne Geiger, die nach 30 Jahren Mitarbeit aus dem Büchereiteam ausgeschieden ist. Als kleines Dankeschön erhielt sie ein gefaltetes Buch mit Tankgutschein.

 

 

Text: Schröck

Foto: Alfons Berndl