Vertreter der ILE-Gemeinden haben in Hunding umfangreiche Tagesordnung abgearbeitet

Zur 12. Arbeitssitzung haben sich die Vertreter der Mitgliedsgemeinden der ILE Sonnenwald unter Leitung des Zentinger Bürgermeisters Leopold Ritzinger im Gemeindehaus Hunding getroffen. Erstes Thema auf der Tagesordnung waren Energie und Zukunft durch das Erstellen eines Energiekonzeptes. Der Sitzungsleiter führte als Beispiel das 2014 gemeinsam von den Gemeinden Zenting und Schöfweg im Rahmen des Projekt „100 Energieautarke Gemeinden“ erstellte Energiekonzept an.

Derzeit sind die Gemeinden mit der Umsetzung einzelner Themen beschäftigt. Zusammen mit Matthias Obermeier vom Büro Nigl + Mader (Röhrnbach) bekräftigte Ritzinger, wie wichtig ein derartiges Konzept für die Mitgliedsgemeinden der ILE sein kann. Das Fachbüro arbeitet seit Jahren mit verschiedenen ILEN zusammen. Viele Themen können ILE übergreifend funktionieren. Die Erstellung würde auch für die ILE Sonnenwald über ein Förderprogramm des Bundes unterstützt. Notwendig wären vorab Beschlüsse der Gemeinderäte. Eine Entscheidung wurde noch nicht getroffen. Die Gemeindevertreter vereinbarten, das Thema beim nächsten Workshop zu diskutieren.

Martin Bloch von der Hans-Lindner-Stiftung (Arnstorf) informierte, was seit Einführung des überregionalen Internet-Portals „Dahoam in Niederbayern“ schon alles geschehen ist und was weiter geplant ist. Um den Veranstaltungskalender des Portals besser nutzen zu können, wurde eine Lösung zur besseren und eine einfachere Einbindung von Veranstaltungskalendern der Tourist-Infos geschaffen. Ab Jahresende wird zudem in Zusammenarbeit mit der FH Deggendorf an einer App für das Portal gearbeitet. Ab etwa Mitte 2018 wird an einem vergleichbaren Firmenportal gearbeitet, mit dem Kommunen Betriebe einstellen können. Damit sollen schnellere und einfachere Erstkontakte zu Firmen erfolgen, als dies durch normale Suchmaschinen möglich ist. Im Gegensatz zum Vereinsportal werden gewerbliche Einträge aber kostenpflichtig sein. Die ILE-Gemeinden werden bis zur weiteren Kontaktaufnahme seitens Herrn Block im Einzelnen über eine Nutzung des Portals nachdenken.

Hartmut Hofbauer vom Amt für Ländliche Entwicklung Landau informierte über Probleme bei der Genehmigung des angestrebten Vitalitätschecks für die ILE-Gemeinden. Professor Dr. Konrad Schindlbeck stellte heraus, wie wichtig der für Ende November geplante Workshop ist. Hauptsächlich geht es um die Präsentation von Umsetzungsprojekten im Rahmen der Fertigstellung des ISEKs sowie eine Aussprache darüber. Jede Gemeinde solle mit zwei Teilnehmern zum Workshop kommen. Als Ergebnis rechnet er damit, möglicherweise einige Handlungsfelder neu zu besetzen. Der Schauflinger Gemeindechef Robert Bauer informierte über Kontakte mit dem Biolandhof Bauer in Freising. Der Hof betreibe eine erfolgreiche Energieerzeugung. Dies wäre für Landwirte und interessierte Bürger aus den ILE-Gemeinden sicherlich interessant. Eine Besichtigungsfahrt wäre sinnvoll und wird durchgeführt. Die Mitgliedsgemeinden sollen in den Gemeindeblättern dafür werben. Ferner möchte man durch Rundschreiben an landwirtschaftliche Betriebe darauf aufmerksam machen.

Leopold Ritzinger informierte über ein Treffen der ILEN im Landkreis Freyung-Grafenau, bei dem Themen wie Vernetzung von Radwegen, Datensicherheit, ökologische Modellregionen, Öffentlicher Nahverkehr und Baukulturberatung behandelt wurden. Wichtig sei es, die eigene Identität und eigene Themen zu finden. Nachahmen bringe nichts.

Klaus Repper von der Gemeinde Zenting teilte mit, dass mit Josef Ober und Roman Schmidt (Feldbach, Österreich), den Referenten des Vortrages „InWERTsetzung einer Region“ Kontakt aufgenommen wurde. Geplant ist, dass der Vortrag, der sich mit der Aufwertung der Region „Steirisches Vulkanland“ befasst, im ersten Quartal 2018 in einer ILE Gemeinden angeboten werden soll.

Bedauert wurde von den Teilnehmern der Rücktritt des Grattersdorfer Bürgermeisters Norbert Bayerl. Das nächste Treffen findet am 15. Januar 2018 in Schaufling statt. vgl.

Text und Foto: Klaus Repper