Ile Sonnenwald beginnt mit Umsetzung

ILE – Sonnenwald beginnt mit Umsetzung

Einstimmig, mit 99 zu null Stimmen, wurde das integrierte Ländliche  Entwicklungskonzept der ILE Sonnenwald verabschiedet. Ein großer Erfolg – denn es bedeutet wohl, dass ab sofort alle Gemeinden in der Umsetzung von Handlungsempfehlungen und Projekten an einem Strang ziehen werden.

Vor zwei Jahren hatten die zehn Gemeinden der ILE Sonnenwald mit Zenting aus dem Landkreis Freyung-Grafenau sowie Auerbach, Außernzell, Grattersdorf, Hengersberg, Hunding, Iggensbach, Lalling, Schaufling und Schöllnach aus dem Landkreis Deggendorf ihre interkommunale Zusammenarbeit begründet und ein gemeinsames Entwicklungskonzept in Auftrag gegeben. Jetzt konnten die beauftragten Planer, eine Projektgemeinschaft, bestehend aus den Büros um Prof. Dr. Konrad Schindleck aus Deggendorf und Andrea Rothkopf aus Spiegelau, das Konzept an alle Gemeinden übergeben. Intensiv wurde während der Projektlaufzeit analysiert und bewertet sowie in Arbeitsgruppen diskutiert, um zu belastbaren Ergebnissen zu gelangen. Im Rahmen einer gemeinsamen Ratssitzung fanden sich 99 Gemeinderätinnen und Gemeinderäte aus allen ILE-Gemeinden in der Mehrzweckhalle in Zenting ein und ließen sich die Analyseergebnisse, Handlungsempfehlungen und Projektvorschläge vom Planerteam schildern.

In den Handlungsfeldern „Verwaltung“, „Wirtschaft“, „Innenentwicklung“, „Regionalbewusstsein und Lebensqualität“ sowie „Tourismus“ wurden dabei Potenziale zur Optimierung benannt und entsprechende Empfehlungen zu einer nachhaltigen Weiterentwicklung der Region gegeben. Gemeinsam möchte man die Lebens- und Arbeitsbedingungen in der ILE-Region optimieren und damit die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger nachhaltig verbessern und erhalten, sowie Unternehmen einen stabilen Wirtschaftsstandort bieten.

Hierauf verständigte man sich auch in Form einer gemeinsamen Erklärung, in der die Vision für die ILE genauso beschrieben wird wie die Grundsätze der interkommunalen Zusammenarbeit. Daß dies nicht nur ein Lippenbekenntnis sein soll, bewiesen die Bürgermeister durch ihre Unterschrift unter der Erklärung, die jede Gemeinde im Anschluss an die Sitzung in Form einer Tafel mitnehmen durfte.

Das ILE-weite Entwicklungskonzept, das aus Mitteln des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gefördert und vom Amt für Ländliche Entwicklung unterstützt wird, fand auch den Zuspruch von Baudirektor Michael Kreiner, der das Amt an diesem Abend vertrat und der in seinen einführenden Worten die Gemeinden aufrief, dem Konzept auch Taten folgen zu lassen. Mit Übergabe des Konzepts beginnt jetzt für die Gemeinden die Umsetzungsphase. Die von allen formulierte Vision eines bürgernahen Verbundes, der sich der Stärkung eines von Verwaltung und Politik getragenen Wirtschafts- und Lebensraums widmet, muss jetzt beginnen, sichtbare Erfolge zu generieren. Basis für bürgerschaftliches Engagement ist dabei das Verständnis jedes einzelnen für die Besonderheit der Region und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Im Anschluss an die Konzept-Übergabe referierten der vorsitzende Bürgermeister Leopold Ritzinger aus Zenting und sein Schauflinger Kollege und stellvertretende Vorsitzende der ILE, Robert Bauer, ausführlich über die Inwertsetzung einer Region durch Förderung von Engagement, Eigenverantwortung und Wertschätzung und appellierten damit an die anwesenden Räte, sich selbst zum Botschafter der gesamten Region zu machen und ihre Liebe und Leidenschaft zur Heimat aktiv an die Bürger heranzutragen.

„Mit der Fertigstellung unseres Entwicklungskonzepts haben wir einen großen Schritt nach vorne gemacht. Jetzt gilt es, gemeinsam mit unseren Bürgermeisterkollegen, den Verwaltungen, aber insbesondere mit unseren Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen aktiv in die Umsetzung zu gehen und gemeinsam unsere Heimat zu gestalten“, so Bürgermeister Ritzinger.

Text: Baier
Foto: privat