Generalversammlung FFW Schaufling

Das letzte Jahr stand für die Feuerwehr ganz im Zeichen der Anschaffung, Inbetriebnahme und großen Einweihungsfeier des neuen HLF 10, stellte Vorsitzender Robert Bauer in der Generalversammlung im Gasthaus List fest. Auch sonst war 2017 für die Wehr ein ereignisreiches und aktives Jahr. In seinem Rückblick erinnerte der Vorsitzende an die Beteiligung an örtlichen und auswärtigen Veranstaltungen sowie an die Beteiligung am erstmals durchgeführten „ROT-BLAU“ Faschingsball. An eigenen Veranstaltungen nannte Bauer die Nachfeier für die Helfer bei der Fahrzeugsegnung, einen Kameradschaftsabend, eine Haussammlung und die Christbaumversteigerung. Der geplante Ausflug wurde wegen zu geringer Beteiligung abgesagt. Der Vorsitzende nutzte die Gelegenheit zu einem Dank für das Engagement der Mitglieder und dem Einsatz der Vorstandsmitglieder sowie der Schauflinger Bürgerschaft für die Unterstützung der Feuerwehr.

Kommandant Benjamin Guntkowska wusste von 34 Einsätzen zu berichten. Davon entfielen 28 Einsätze auf Technische Hilfeleistung, fünf auf Brandeinsätze und eine Sicherheitswache. Bei den Einsätzen waren im Durchschnitt 20 Feuerwehrmänner dabei. Die größte Beteiligung mit 33 Mann war bei einem Verkehrsunfall auf der DEG 10 bei der Abzweigung nach Obersteinhausen. Von insgesamt 55 Mitwirkenden wurden 725 Einsatzstunden geleistet. Zu den Einsätzen kamen noch 32 Übungen mit einer durchschnittlichen Beteiligung von 16 Mann. Fünf Kameraden haben weder an einem Einsatz, noch an einer Übung teilgenommen. Jeweils drei Gruppen haben erfolgreich Leistungsprüfungen Löschangriff sowie Technische Hilfeleistung absolviert. 21 Mitglieder besuchten Lehrgänge und Fortbildungen.

Von den 213 Mitgliedern sind 60 aktiv, 17 gehören zur Jugendfeuerwehr. Von den fünf Ehrenmitgliedern sind zwei noch aktiv. Die Feuerwehr kann außerdem auf 83 passive und 50 fördernde Mitglieder bauen. Gegenüber dem Vorjahr ist die Mitgliederzahl leicht zurückgegangen. In der Fahrzeughalle wurden für den Digitalfunk sowie das neue HLF 10 Umbauen vorgenommen. Beschafft wurde ein Mehrzweckanhänger. Der Kommandant rief zur Eigenkontrolle der persönlichen Schutzausrüstung sowie zur Pflege und Reinigung der Ausrüstung und der Fahrzeuge auf. Mängel sollten den Gewärtewarten oder dem Kommandantenteam mitgeteilt werden.

Der Finanzbericht von Kassier Hermann Leitl fand die Zustimmung der Mitglieder.

Die 27 Atemschutzträger waren im letzten Jahr 12 Mal im Einsatz und zweimal in Bereitschaft, berichtete Atemschutzgerätewart Sebastian Christlmeier. Jeweils viermal wurden Übungen durchgeführt und die Atemschutzübungsanlage in Deggendorf besucht. Mehrere Mitglieder besuchen Fortbildungsveranstaltungen und beteiligten sich an einem Atemschutzleistungswettbewerb in Osterhofen. Gekauft wurden acht Flammschutzhauben. Geleert wurden 109 Pressluftflaschen, gereinigt und überprüft 49 Masken und 68 Geräte.

Die Jugendfeuerwehr hat derzeit 15 Mitglieder, davon fünf weiblich, stellte Jugendwart Markus Röhrl fest. Seine Schützlinge haben elf Übungen durchgeführt sowie am Wissenstest in Pankofen und an der Jugendflamme teilgenommen. An gesellschaftlichen Veranstaltungen nannte Röhrl ein Pizzaessen, eine Bowlingrunde und die Jahresabschlussfeier.

Geehrte, Beförderte, Bürgermeister und Feuerwehrführung (vorne v.l.) Alexander Grafenauer, Stefan Zacher, Markus Streicher, Florian Eiglmeier, Sebastian Christlmeier und Benjamin Guntkowska, (hinten v.l.) Robert Bauer, Manuela Höferer, Thomas Schwarz, Fabian Meiler und Michael Kargl

Befördert wurden Manuela Höferer zur Feuerwehrfrau sowie Thomas Schwarz und Fabian Meiler zum Feuerwehrmann, Markus Streicher zum Hauptfeuerwehrmann und Michael Kargl zum Löschmeister. Das Dienstaltersabzeichen für langjährige aktive Dienstzeit erhielten Dominik Kargl für zehn Jahre, Robert Bauer und Florian Eiglmeier für 20 Jahre und Sebastian Christmeier für 25 Jahre. Ausgezeichnet wurden die drei fleißigsten Wehrmänner. Mit 56 Teilnahmen an Übungen und Einsätzen sicherte sich Johann Schwarz erneut den Spitzenplatz. Die nächsten Plätze gingen an den Alexander Grafenauer mit 53 und Sebastian Christlmeier mit 47 Teilnahmen. Diese drei Wehrmänner waren auch im Vorjahr die aktivsten. Sie durften sich über eine kleine Aufmerksamkeit der Gemeinde freuen.

Auch in seiner Eigenschaft als Bürgermeister dankte Robert Bauer der Vorstandschaft und den Mitgliedern für das große Engagement bei der Neuanschaffung des HLF 10, das 314 000 Euro gekostet hat. Der Staat genehmigte einen Zuschuss von 83 000 Euro. Die Feuerwehr steuerte 20 000 Euro aus Eigenmitteln, Veranstaltungen und Spenden bei. Weitere 30 000 Euro hat die Feuerwehr für den Kauf von Gerätschaften in Vorlage gebracht.

Alle Mitglieder der für die Neuanschaffung gegründeten Arbeitsgruppe erhielten ein Erinnerungsgeschenk sowie einen Gutschein, finanziert von Gemeinde und Feuerwehrverein. Ohne die große Leistung der Feuerwehr und der vielen Unterstützer wäre der Gemeinde die Anschaffung sehr schwer gefallen. Die weiteren Ausgaben der Gemeinde für die Feuerwehr beliefen sich 2017 auf 38 000 Euro. Der Gemeindechef hob ausdrücklich die gute Jugendarbeit hervor. Für die Jugendgruppe gab es eine Spende aus dem Sozialfond der Gemeinde.

Foto: Stefan Zacher
Text: Schröck