Gemeinderatsitzung Schaufling Dezember

Jahresrückblick
Beim Jahresabschlussessen in der „Landpartie“ in Sicking blickte Bürgermeister Robert Bauer auf ein erneut ereignisreiches Jahr zurück. Als Mammutaufgabe bezeichnete er den abgeschlossenen Breitbandausbau im ersten Erschließungsgebiet. Als eine der letzten Ortschaften wurde Böhaming über das Leitungsnetz der Nachbargemeinde Lalling an die gemeindliche Wasserversorgung angeschlossen. Die Gemeindestraße von der St 2133 nach Nadling wurde umfassend saniert. Im Baugebiet „Gwendfeld“ wurde die Verschleißschicht aufgetragen. Die Feuerwehr erhielt mit einem HLF 10 ein neues Einsatzfahrzeug, das bei einem großen Fest gesegnet wurde. Mit dem Abschluss einer Zweckvereinbarung mit den Gemeinden Hunding und Lalling wurde die touristische Zusammenarbeit im Lallinger Winkel neu geregelt. Für die Kostenbeteiligung gelten für die nächsten drei Jahre die Übernachtungszahlen. Danach ist vielleicht eine Neuverhandlung angebracht. Eine wichtige Entscheidung für die Zukunft von Schaufling war der Beschluss zur Erstellung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts. Das ISEK eröffnet die Möglichkeit, zusätzliche Fördermittel zu erhalten. In das Rufbussystem des Landkreises wurde auch der Gemeindebereich Schaufling einbezogen. Die neue Ausschreibung der Stromlieferung ergab mit den Stadtwerken Dachau einen neuen Lieferanten bis Ende 2020. Für die Dorfmitte Schaufling konnte für bestimmte Zeiten eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Km/h erreicht werden. Eine Privatinitiative der Dorfgemeinschaft war maßgebend für die Erschließung von 160 Kubikmeter zusätzlichem Löschwasser in Böhaming. Ein großes Problem sind nach wie vor die Biber. Hilfreich ist hier der sehr engagierte örtliche Biberberater Franz Zacher jun. Die Schulbuslinien zur Mittelschule Hengersberg konnten optimiert werden. Die regelmäßigen Treffen der ILE Sonnenwald sind für die Mitgliedsgemeinden wertvoll. Sehr aktiv ist der Tourismus- und Wandererstammtisch. Er gebe auch Impulse zur Fortentwicklung des sanften Tourismus, der Ausarbeitung von Mountainbikestrecken und von Wanderetappen. Kindergarten und Kinderkrippe sind gut ausgelastet. Bedauerlich nannte der Bürgermeister die Häufung von wilden Müllablagerungen in der Gemeinde. Erstmals veranstaltet wurde der Christophorus-Markt in Zusammenhang mit dem zweiten Goldsteigfest. Im Baugebiet „Gwendfeld“ sind alle Parzellen verkauft und großteils auch bebaut. Neu angesiedelt haben sich dort in den letzten Jahren viele junge Familien. Probleme bereitet mangels Grundstücken allerdings die Ausweisung neuen Baulandes. Bauer appellierte hier an alle Anwesenden potentielle Grundstückseigentümer auch weiterhin darauf aufmerksam zu machen, dass durch die Abgabe von Grundstücken die Weiterentwicklung der Gemeinde maßgeblich unterstützt werde. Über die Verleihung des Ehrenzeichens des bayerischen Ministerpräsidenten durfte sich Anke Dressler freuen.

In seiner Vorschau nannte der Bürgermeister die Weiterführung des Breitbandausbaues, den Anschluss von Ensmannsberg an die gemeindliche Wasserversorgung, die Sanierung von Forstwirtschaftswegen, der Ausbau des Wanderangebotes, die Etablierung der Marke „Schaufling – Das Tor zum Lallinger Winkel“ im Fremdenverkehr, mehrere kleine Straßensanierungen, das ISEK für die Dorfmitte und die Ansiedlung eines Hausarztes.

Zuvor hat der Gemeinderat in der letzten Sitzung des Jahres einer Änderung der Hundesteuersatzung zugestimmt. Die neue Satzung wurde wegen Änderungen der gesetzlichen Regelungen zu Kampfhunden, zur Hundezucht sowie zur Steuerüberwachung durch Gemeindebedienstete notwendig. Außerdem schlossen sich die Räte dem Vorschlag an, im VG-Bereich einen einheitlichen Steuersatz von 25 Euro für den ersten Hund zu erheben. Für jeden weiteren Hund werden wie bisher 40 Euro erhoben. Die Neuerungen sind zum Jahresbeginn 2018 in Kraft getreten.

Zugestimmt wurde den Bauanträgen von Alexander Grafenauer und Kerstin Achatz zum Bau eines Einfamilienhauses im Baugebiet „Gwendfeld“ und von Maximilian Haas zur Errichtung eines Ersatzwohnhauses in Freiberg sowie der Bauvoranfrage von Markus Röhrl zum Bau eines Einfamilienhauses in Klessing. Die Beschwerde wegen mangelnder Mobilfunkqualität wurde an den zuständigen Netzbetreiber weitergeleitet. Eine erste Prüfung durch die Telekom hat allerdings keine Auffälligkeiten ergeben. Für eine Detailprüfung müsse die genauen Standorte angegeben werden, wo der Mobilfunk nicht funktioniere.

Bürgermeister Robert Bauer dankte dem Gemeinderat für die gute und konstruktive Zusammenarbeit und wünschte allen gesegnete Weihnachten und alles Gute für das neue Jahr 2018. Namens des Gemeinderates dankte 2. Bürgermeister Richard Anzenberger dem Gemeindechef für die geleistete Arbeit zum Wohle der Gemeinde.

Text: Schröck