Gelungener Abschluss der Brandschutzwoche

Komplexes Übungsszenario: 203 Einsatzkräfte retten Lagerhaus und Unfallopfer

Auerbach. Mit der Großübung auf dem Lagerhausgelände der Raiffeisenbank hat die Brandschutzwoche einen gelungenen Abschluss gefunden. In beeindruckender Weise zeigten die Wehren des Kreisbrandmeisterbezirkes von Ludwig Jacob ihre Schlagkraft. 203 ehrenamtliche Einsatzkräfte nahmen sich die Zeit und übten knapp zwei Stunden das richtige Vorgehen bei einem Brand in der Lagerhalle, bei dem es mehrere vermisste Personen aus einem vollkommen verrauchten Gebäude zu retten galt.

Kunstdünger und Styropor im Lagergebäude  
Beim Löschen galt es besonders, das Übergreifen der Flammen auf das hintere Lagergebäude zu verhindern, da hier Kunstdünger in großer Menge und Styropor gelagert wird. Zudem wurde ein schwerer Unfall auf dem Betriebsgelände simuliert, bei dem ein Gabelstapler einen Kleinwagen gerammt, mit der Staplergabel durchbohrt und an Pflastersteine gequetscht hat. Der Insasse wurde dabei schwer verletzt und musste in enger Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst mit  Hilfe von hydraulischem Gerät befreit werden.

Beteiligt haben sich neben der Feuerwehr Auerbach die Wehren aus Engolling, Schaufling, Lalling, Hunding, Hengersberg, Grattersdorf-Nabin, Winsing, Roggersing und Oberaign. Die Koordination hat die UGÖL Deggendorf übernommen. Zudem  war das BRK mit mehreren Fahrzeugen anwesend. Eine wertvolle Unterstützung leisteten Kommandant Sepp Maier und KBM Ludwig Jacob, die Herren um Helmut Leberfinger der UG-ÖEL (Unterstützungsgruppe der örtlichen Einsatzleitung) bei der Koordination der verschiedenen Wehren. Zum Abschluss der Übung bedankte sich der örtliche Kommandant für die hervorragende Zusammenarbeit.

Vier vermisste Personen wurden von den Atemschutzträgern aus der völlig verrauchten Lagerhaushalle geborgen. Ein schwerer Unfall zwischen einem Gabelstapler und einem Pkw mit eingeklemmter Person forderte zudem die Einsatzkräfte.

Von Seiten der Raiffeisenbank Deggendorf-Plattling-Sonnenwald wohnte Vorstand Robert Pohl der Übung bei. Als Hausherr sprach er von höchstem Respekt für die Einsatzkräfte, die ihr Handwerk sichtlich beherrschen. Besonders beachtlich war für ihn auch, dass über 200 Einsatzkräfte für eine Übung ihren Samstagabend opfern. Die Raiffeisenbank weiß, was sie an der Feuerwehr hat, 2010 richtete ein Schwelbrand einen enormen Schaden an.

Zum Abschluss der Übung spendierte die Bank eine reichhaltige Brotzeit für die Feuerwehren. Für Kreisbrandrat Alois Schraufstetter stand fest „diese tolle und gelungene Übung hat wieder einmal gezeigt, dass es bei uns im Landkreis bei der Feuerwehr stimmt“. Mit wohlwollendem Blick auf die Kameraden, Kameradinnen und Jugendlichen der anwesenden Wehren betonte er mit Freude, dass der Landkreis führend in Sachen Frauen- und Jugendarbeit ist. Zurückblickend auf die gelungene Brandschutzwoche hoffe er, dass den Einsatzkräften solche angenommenen Szenarien erspart bleiben, für alle kommenden Einsätze hoffe er auf unfall- und verletzungsfreies Heimkommen aller Beteiligten.

Als stellvertretender Landrat richtete Eugen Gegenfurtner im Namen des Landkreises ebenfalls seinen Dank an alle Einsatzkräfte. Mit Freude sehe er die vielen jungen Leute, um die Zukunft der Wehren ist ihm nicht bange. Gerade die Einsätze während des Tages zeige aber auch, dass alle Wehren und insbesondere alle Feuerwehrmänner und Frauen, egal welchen Alters, dringend gebraucht werden. Ein besonderer Dank galt auch den Gemeinden, die ihre Wehren mit Fahrzeugen und geeigneten Feuerwehrhäusern ausstatten, für den enormen finanziellen Aufwand.

 

Eine große Schar an Führungskräften hatte sich eingefunden: Begrüßt werden konnte neben KBR Alois Schraufstetter, KBI Bernhard Süß, die Kreisbandmeister Ludwig Jacob, KBM Hans Scheungrab, Stefan Wagner sowie Kreisfrauenbeauftragte Martina Held und KBM Hans Kulzer, Brandschutzbeauftragter der Raiffeisenbanken und KBM-Kollege aus Dingolfing. Von Seiten der Kommunen waren die Bürgermeister Gerhard Strasser, Robert Bauer, Josef Streicher, Alfons Gramalla sowie Max Drexler anwesend.

 

Text und Foto: Nickl